Die Reise im Spiegel  der Literatur  ©

Hier finden Sie  meine 1990 begonnene Zitatensammlung rund ums Reisen. Es ist erstaunlich, wie viele der Sinnsprüche und Weisheiten heute noch Geltung haben.

Die Zitate sind von mir nach dem Geburtsjahr des Zitierten geordnet. Ich kann nicht für die Richtigkeit des Zitats bürgen. Natürlich erhebe ich kein Copyright hinsichtlich der Zitate, wohl aber hisncihtlich der Art der Darstellung , der redaktionellen Bearbeitung und der Ordnung der Zitate.

ANTIKE

Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Mose, Exodus, 2,22

Die Leutlein erzeigeten uns nicht geringe Freundschaft, zündeten ein Feuer an und nahmen uns alle auf, um des Regens, der über uns kommen war und um der Kälte willen, sintemalder Winter schon angegangen war.
Lukas über die Malteser, in: Apostelgeschichte Kap. 28,2  (in der Übersetzung Luthers)

Daneben bitte ich, bereite mir die Herberge, denn ich hoffe, dass ich durch euer Gebet euch geschenket werde.
Paulus, Brief an Philemon, 22

Aber verkündige mir und sage die lautere Wahrheit:
Welche Länder bist du auf deinen Irren durchwandert?
Und wie fandest du dort die Völker und die prächtigen Städte?
Homer (8. Jh. v. Chr.) (Odyssee”, VIII, 572-574)

Fremdlinge, sagt, wer seid ihr? Von wannen trägt euch die Woge?
Habt ihr wo ein Gewerb, oder schweift ihr ohne Bestimmung
Hin und her auf der See, wie küstenumirrende Räuber,
die ihre Leben verachten, um fremden Völkern zu schaden?
Homer (8. Jh. v. Chr.) (Odyssee”, IX, 252-255)

Kein Gast ist so willkommen im Hause seines Freundes, dass er nicht nach drei Tagen zur Last wird. Plautus (ca. 254 – ca. 184 v. Chr.) (Miles Gloriosus / Der ruhmreiche Soldat)

Wenn Du in ein fremdes Land kommst, frage zuerst, was dort verboten ist.
Kun fu tsu (Konfuzius)  (551 v. Chr. bis 479 v. Chr.)

Der wahre Reisende hat keinen festgelegten Weg, noch will er an ein Ziel.
Lao tse (4. Jahrh. v.Chr.)

Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt.
Lao tse (4. Jht v.Chr.)

Reisen ist besonders schön, wenn man nicht weiß, wohin es geht. Aber am allerschönsten ist es, wenn man nicht mehr weiß, woher man kommt.
Lao tse (4. Jh v.Chr.)

Bedenke stets, dass alles vergänglich ist, dann wirst Du im Glück nicht zu fröhlich und im Leid nicht zu traurig sein.
Sokrates (470 – 399 v.Chr.)

Wie könntest du auf Reisen deine Sorgen vergessen? Du nimmst immer dich doch selber mit.
Sokrates (470 – 399 v. Chr.)

Wer durch reisen klüger werden will, darf sich nicht selbst mitnehmen.
Sokrates (470 – 399 v. Chr.)

Regia – crede mihi – res est succurrere lapsis. (Eine königliche Sache ist es – glaube mir -, Gestrau-chelten zu helfen. … (Ovid Pont. 2,9,11). 

Ein Leben ohne Freude ist wie eine Reise ohne Gasthaus.
Demokrit (460 – 371 v. Chr.)

Zum Aufsetzen des Fußes braucht man nur eine kleine Stelle, aber man muss freien Raum vor den Füßen haben, dann erst kommt man kräftig vorwärts.
Chuang tzu, (ca. 365-286 v. Chr.)

Der wahre Reisende weiß nicht, wohin die Reise geht. Der wahre Abenteurer weiß nicht, was er erleben wird. Seine Reisen führen ihn nicht eher in eine Richtung als in eine andere. Seine Neugierde ist nicht auf einen bestimmten Punkt gerichtet.
Chuang tzu, (ca. 365-286 v. Chr.)

Non cuivis homini contingit adire Corinthum.
Nicht jedem Mensch wird das Glück zuteil, Korinth zu erreichen (sehen zu dürfen).
Horaz (65 – 8 v. Chr.), Epistulae, 1, 56

Was suchen wir andere Länder unter anderer Sonne? Erkennt, wer sein Land hinter sich lässt, sich selbst?
Horaz (65 – 8 v. Chr.), 

Der längste Teil einer Reise – sagt man – ist das Durchschreiten der Haustür.
Marcus Trentus Varro (116 – 27 v. Chr.)

Es ist absurd, das Gepäck zu mehren, wenn sich die Reise dem Ende nähert.
Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.)

Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewusste gestaltet es.
Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.)

Es kommt mehr darauf an, wie du kommst, als wohin du reisest; deshalb sollten wir unser Herz nicht einem bestimmten Ort verschreiben. Es gilt die Einsicht zum Lebensgrundsatz zu machen, dass man nicht für einen einzelnen Winkel geboren ist, sondern dass die ganze Welt unser Vaterland ist.
Seneca (4 v. Chr. – 65 n. Chr.) 

Du wunderst dich darüber, dass du durch eine so lange Reise und so vielfachen Wechsel des Ortes dennoch den Trübsinn und die Schwermut nicht verscheucht hast. Den Sinn mußt du wechseln, nicht den Himmelsstrich. Magst du über das weite Meer schiffen, mögen dir, wie unser Vergil sagt, Länder und Städte entschwinden: Wohin du auch immer kommst, deine Fehler werden dir folgen. Zu einem, der über ganz dasselbe klagte, sagte Sokrates: Was wunderst du dich, daß deine Reisen dir nichts nützen, da du dich selbst mit dir herumschleppst? Derselbe Umstand, der dich forttrieb, verfolgt dich. Was kann dir die Neuheit der Länder frommen? Was das Bekanntwerden mit Städten und Gegenden? Vergeblich ist dieses Umhertreiben. Du fragst, warum dir diese Flucht nichts hilft? Du fliehst mit dir selbst. Die Last deiner Seele muß erst abgelegt werden; eher wird dir kein Ort gefallen.
Seneca (4 v. Chr. – 65 n. Chr.) 

Wir pflegen Reisen zu unternehmen, das Meer zu überqueren, um Dinge kennen zu lernen, die uns, wenn wir sie immer vor Augen haben, nicht interessieren, weil es uns von Natur eigen ist, gleichgültig gegen die nächste Umgebung in die Ferne zu schweifen, weil das Verlangen nach allem, was bequem zu erreichen ist, erkaltet. … .Mag dem sein, wie es will, jedenfalls haben wir von vielem in unserer Stadt und ihrer Umgebung weder je etwas gesehen noch auch nur etwas gehört, was wir, befände es sich in Achaia, Ägypten, Asien oder sonst einem beliebigen Lande, das reich an Naturwundern und für sie Reklame zu machen weiß, längst gehört, gesehen und besichtigt hätten.
Gaius Plinius d.J. (ca. 62 – 115 n. Chr.) ( Epistularum libri decem)  

Und da gehen die Menschen hin und bewundern hohe Berge und weite Meeresfluten und mächtig daheuschende Ströme und den Ozean und den Lauf der Gestirne, vergessen sich aber selbst da-durch.
Aurelius Augustinus (354 – 430)   

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.
Aurelius Augustinus (354 – 430 n. Chr.)  
 Wie Blinde zu gut Sehenden, so verhalten sich die, die nie eine Reise gemacht haben, zu Vielgereisten.
Philo von Alexandria (um 15/10 v. Chr. – ca. 40 n. Chr.) Über Abraham 14 

9. JAHRHUNDERT

Die Reise mahnt uns, stets im Sinn zu halten und darauf bedacht zu sein, das eigene Land zu suchen. Du weißt es, glaub ich nicht: dies Land heißt Paradies.
Otfrid von Weißenburg, (ca- 800 – 870), althochdeutscher Dichter, (Evangelienbuch)

12. JAHRHUNDERT

Der Ursprung des Daseins ist die Bewegung. Folglich kann es darin keine Bewegungslosigkeit geben, denn wäre das Dasein bewegungslos, so würde es zu seinem Ursprung zurückkehren,und der ist das Nichts. Deshalb nimmt das Reisen nie ein Ende, nicht in der höheren und auch nicht in der niederen Welt.
Ibn Arabi (1165 – 1230), Kitab Al-Isfar (Das Buch der Entschleierung der Auswirkung des Reisens).

 15. JAHRHUNDERT

Ich möchte Weltbürger sein, überall zu Hause und, was noch entscheidender ist, überall unterwegs.
Erasmus von Rotterdam (1469-1536)  

Wenn ich viel reisen sollt’, wolllt’ ich nirgends lieber denn durch Schwaben und Bayernland ziehen, denn sie sind freundlich  und gutwillig, geben gern Herberge, gehen Fremden und Wandersleuten ent-gegen und tun Leuten gütlich und gute Ausrichtung um ihr Geld. 
Martin Luther (1483- 1546)   (Tischreden)

Weiß Gott, kein Geiz Geldes hat mich beweget, diese Reise zu tun denn allein ein sonderliche Lust, so ich vor langer Zeit gehabt; dünkt mich auch, wäre nicht mit Ruhe gestorben, wo ich Indien nicht erst gesehen, reuet mich auch wahrlich nicht. Derohalben bitte ich euch, ob meiner Reise kein Missfallen zu haben, auch das Mütterlein und die Schwester zu trösten.
Ulrich von Hutten (1488 – 1523)

16. JAHRHUNDERT

O, wie wird mich nach der Sunnen friren, hie pin ich ein Her, doheim ein Schmarotzer.
Albrecht Dürer (Brief an Willibald Pirkheimer, Michaelis 1506 in Venedig)
 
Wenn man mich fragt, warum ich reise, antworte ich: Ich weiß wohl, wovor ich fliehe, aber nicht, wo-nach ich suche.
Michel de Montaigne (1533 – 1592), französischer Philosoph und Politiker

Wo sie hinreisen, halten sie sich an ihre Gebräuche und Weisen und verabscheuen die fremden. Finden sie einen Landsmann in Ungarn, so tun sie entsetzlich fröhlich über ihren Fund. Denn die meisten reisen nur, um wieder heimzukehren; reisen mit einsilbiger und ungesprächiger Klugheit bedeckt und verwahrt, und beschützen sich vor der Ansteckung einer unbekannten Luft.
Michel de Montaigne (1533 – 1592) 

Störend sind beim Reisen nur die Kosten.
Michel Eyquem de Montaigne (1533 – 1592), Politiker und Philosoph   

Alle Probleme beginnen damit, dass wir nicht zu Hause bleiben.
Renée Descartes

Das Reisen ist doch nütze sehr, man lernt, was man nicht konnt’ vorher.
Johann Fischart (1546 – 1590)

Der, welcher in ein Land reist, bevor er einige Kenntnisse von dessen Sprache hat, geht in die Schule und nicht auf Reisen.
Francis Bacon (1561 – 1626) 

Reisen ist in der Jugend ein Teil der Erziehung, im Alter ein Teil der Erfahrung.
Francis Bacon (1561 – 1626)  

17. JAHRHUNDERT

Wenn ein Esel auf Reisen geht, wird er nicht als Pferd zurück kommen.
Thomas Fuller (1608 – 1661)

Kein Streit würde lange dauern, wenn das Recht oder das Unrecht nicht auf beiden Seiten wäre.
Francois VI, Duc de Rochefoucauld, Aphoristiker (1613 – 1680)

Wenn wir selbst keine Fehler hätten, machte es nicht soviel Freude, sie an andern zu entdecken!
Francois VI. Duc de Rochefaucauld (1613 – 1680)

Vor einiger Zeit hatte mich die Reiselust gepackt, als ob ich den Befehl des Königs vorausgeahnt hätte. Seit zwei Wochen sprach ich von nichts anderem mehr, als von meinem Wunsch, nach Saint-Cloud oder nach Charonne zu gehen, und ich schämte mich, im Laufe meines langen Lebens so wenig gesehen zu haben. Nun wird man mir das nicht mehr vorwerfen können. Gott sei’ s gedankt. Man hatte uns, neben anderen Wundern, erzählt, daß viele vornehme Bürgerinnen von Limoges ein blaßrotes Kopftuch über dem Samtbarett tragen. Wenn ich ein solches Kopftuch auf einem hübschen Kopf entdecken würde, könnte ich mich vorübergehend, und aus reiner Neugierde, damit erfreuen. In jedem Fall habe ich eine gute Meinung von unserer Reise: wir haben bereits drei Meilen ohne jeden Zwischen fall zurückgelegt, außer daß der Degen von Monsieur Jannart brach; aber da wir aus allem Unglück Nutzen ziehen, haben wir gefunden, er sei zu lang gewesen und habe ihn gestört. Augenblicklich be-finden wir uns in Clamart, am Fuße jenes berühmten Berges, an dem Meudon liegt; hier wollen wir uns zwei bis drei Tage lang erholen. In der Tat, es ist eine Freude zu reisen; man trifft immer auf etwas Bemerkenswertes. Die Butter, die wir essen, ist vorzüglich. Zwanzigmal habe ich mir solche Kühe ge-wünscht, solches Gras, solches Wasser, und was damit zusammenhängt, abgesehen von der Dreschmaschine, die ein wenig alt ist.
Jean de La Fontaine (1621 – 1695)

Neugierde ist nur Eitelkeit. Meistens will man nur etwas erfahren, um davon zu sprechen. Sonst würde man nicht über das Meer fahren: wenn man nie etwas davon berichten dürfte, allein aus der Freude am Sehen, ohne Hoffnung, jemals etwas davon mitzuteilen.
Blaise Pascal 1623 – 1662
(Gedanken) 

Die Weltmenschen halten sich für frei, weil sie in der Welt hin und her laufen, und mit überflüssigen Sorgen beschweret sind; und sie nennen ihr Herumirren eine Freiheit; wie die Kinder, die frei zu sein glauben, wenn sie, aus dem väterlichen Hause entwischet, herumlaufen, ohne zu wissen, wohin sie gehen. Schändliche Freiheit der Welt, die uns keine Zeit lässt, auf uns Acht zu haben!
Jacques Bossuet (1627-04)

Alles Leiden des Menschen kommt davon, dass er nicht ruhig auf seinem Zimmer bleiben kann.
Blaise Pascal (1632 – 1662)

. . .die Leute, die aus Unruhe oder Neugier weite Reisen machen, keine Beschreibungen oder Berichte davon verfassen, ja nicht einmal Schreibtafeln bei sich führen; welche reisen, um etwas zu sehen, und doch nichts sehen, oder vergessen, was sie gesehen haben; welche einzig neue Türme und Kirchen kennenlernen und Flüsse überqueren möchten, die nicht Seine oder Loire heißen; die ihre Heimat verlassen, bloß um wieder dahin zurückzukehren; denen es Vergnügen macht, verreist zu sein und eines Tages aus weiter Ferne heimzukommen.
Jean de La Bruyère (1645 – 1696)

Keine Eitelkeit ist lächerlicher als die der Leute, die aus Unruhe oder Neugierde auf Reisen gehen.
Jean de La Bruyère (1645 – 1696) 

Unter Tausenden findet man kaum einen, der mit seinem Exempel bezeugen kann, dass man durch reisen klug werde. Die übrigen bringen entweder eine größere Torheit oder Arglistigkeit oder nichts Besonderes mit sich in ihr Vaterland zurück.
Christian Thomasius (1655 – 28) 

Oh, es ist ein gar charmantes herrliches Ding ums Reisen.
Reisen muss man, oder man kommt hinter nichts.
François Marie Arouet, genannt François Marie Arouet, genannt Voltaire (1694 – 78) 

Wer von weither kommt, hat leicht lügen.
François Marie Arouet, genannt Voltaire (1694 – 78) 

Reisen muß man, oder man kommt hinter nichts.
François Marie Arouet, genannt Voltaire (1694 – 1778)

 
 18. JAHRHUNDERT

Die Welt ist ein Buch, von dem man nur die erste Seite gelesen hat, wenn man nur sein Land
gesehen hat.
Louis Charles Fougeret de Monbron (1706 – 1760)

Wer sein Land nie verlassen hat, ist voller Vorurteile.
Carlo Goldoni (1707 – 1793)

Die größte Bemühung des Menschen ist die Kenntnis seiner selbst, und diese sind wir großenteils den Reisenden schuldig. Wir werden in einem Land unter Bürgern erzogen, die alle einen gleichen Glauben, gleiche Sitten und überhaupt gleiche Meinungen haben; diese flechten sich nach und nach in unsere Sinne ein, und werden zu einer falschen Überzeugung. Nichts ist fähiger, diese Vorurtheile zu zerstreuen, als die Kenntnis vieler Völker, bei denen die Sitten, die Gesetze, die Meinungen verschie-den sind, eine Verschiedenheit, die durch eine leichte Bemühung uns lehrt, dasjenige wegzuwerfen, worin die Menschen uneinig sind und das für die Stimme der Natur zu halten, worin alle Völker mitei-nander übereinstimmen.
Albrecht von Haller (1708 – 1777) („Sammlung neuer und merkwürdiger Reisen“ 1750)

„Wer die Schätze Indiens heimtragen will, muss die Schätze Indiens mit sich führen. Das gilt auch für Reisen: Nur wer sich mit Kenntnissen auf eine Reise macht, kehrt mit Erkenntnissen zurück“.
Samuel Johnson (1709 – 1784), englischer Schriftsteller 

Der Sinn des Reisen besteht darin, unsere Phantasien durch die Wirklichkeit korrigieren. Statt uns die Welt vorzustellen, wie sie sei könnte, sehen wir sie wie sie ist.
Samuel Johnson (1709 – 1784) 

Ich habe nur von einer Art zu reisen Begriff, die noch angenehmer ist, als zu Pferde zu reisen: nämlich zu Fuß zu gehen. Man reist zu seinem Augenblicke ab, man hält inne, wenn man dazu Lust hat, man macht sich so viel oder so wenig Bewegung als man will. Man bemerkt das ganze Land; man beugt ab zur Rechten und zur Linken; man untersucht alles, was einem lockt, man steht bei allen Aussichten still. Sehe ich einen Fluss – ich wandle sein Ufer hinab; einen dickbelaubten Wald – ich gehe in seinen Schatten; eine Grotte – ich begebe mich hinein; einen Schacht – ich untersuche das Gesteine. Überall, wo es mir gefällt, bleibe ich. Den Augenblick, wenn ich Langeweile fühle, gehe ich. Ich hänge weder von Pferden noch von Postillionen ab. Ich habe nicht nötig, mir gebahnte Wege zu wählen; ich gehe überall durch, wo ein Mensch durchkommen kann; ich sehe alles, was ein Mensch sehen kann; und da ich von niemand als von mir selbst abhänge, genieße ich aller Freiheit, deren ein Mensch genießen kann.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778 )

Der Zustrom von Gästen zerstört die Gastfreundschaft.
Jean-Jacques Rousseau (1712-1778)

Woher komme ich? Wohin fahre ich? Und warum so eilig?
Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778), Genfer Phoilosoph (Julie oder Die neue Héloïs)

Ein Gast zu ungelegener Zeit ist schlimmer als ein Tatarenüberfall.
Nikolai Gawrilowitsch Tschernyschewski (1828 – 1889), russischer Schriftsteller.

Reisen, mein Freund, ist eine schöne Sache. Aber man muss seinen Vater, seine Mutter, seine Kinder und seine Freunde verloren haben, oder nie welche besessen haben, um auf dem Globus umherzuir-ren. Was würden Sie von dem Besitzer eines riesigen Palastes sagen, der sein Leben damit verbräch-te, treppauf, treppab zu eilen, vom Keller zum Dachboden, vom Dachboden in den Keller, anstatt sich ruhig im Kreise seiner Familie niederzulassen? Das ist das Bild des Reisenden. Dieser Mensch hat keine Moral, er wird von einer Art natürlicher Unruhe geplagt, die ihn entgegen seinem Willen von Ort zu Ort treibt.
Denis Diderot (1713 – 1784)

Bevor wir die Reise um die Welt beginnen, sollten wir die Reise um uns selbst beendigen.
Denis Diderot (1713 – 1784)

Wenn geschäftslose Leute ihre Heimat verlassen und mit Grund und Gründen auf Reisen gehen, so kann man solche aus einer von diesen allgemeinen Ursachen herleiten: Gebrechlichkeit des Körpers, Schwachheit des Geistes, oder Unumgängliche Notwendigkeit. Unter die beiden ersten gehören alle Reisenden zu Wasser und zu Lande, welche an Hochmut, Neugierde, Eitelkeit oder Milzsucht laborie-ren, an einem oder an mehreren dieser Gebrechen, nach allen den unendlichen Unterarten derselben und ihren unendlichen Verbindungen untereinander. Die dritte Klasse begreift das ganze Heer wan-dernder Märtyrer in sich, ganz besonders derjenigen, welche ‚cum beneficio Cleri’ ihre Reisen antreten, entweder als Verbrecher, unter der Aufsicht von Hofmeistern, welche die Obrigkeit empfiehlt . .. oder solche junge Herren, die von ihren grausamen Eltern oder Vormündern auf Reisen verbannt werden, unter der Aufsicht von Hofmeistern, welche die Universitäten Oxford, Aberdeen und Glasgow empfeh-len. Es gibt eine vierte Klasse; ihre Anzahl ist aber so gering, daß sie keine besondere Abteilung ver-diente, wenn nicht die Notwendigkeit in einem solchen Werke wie dieses die größte Genauigkeit und Richtigkeit erforderte, um alle Verwirrung in den Charakteren zu vermeiden. Und diese Männer, von denen ich rede, sind solche, welche übers Meer gehen und sich in einem fremden Lande aufhalten, mit der Absicht, aus verschiedenen Gründen und unter verschiedenem Vorwande Geld zu sparen: allein, da sie sowohl sich als anderen ehrlichen Leuten einen großen Teil unnötiger Mühe ersparen können, wenn sie ihr Geld zu Hause sparen wollten …. und da ihre Gründe fürs Reisen einfacher sind als die aller übrigen Emigranten: so nenne ich diese Herren ‘Simple Reisende’ . Dergestalt kann man den ganzen Zirkel von Reisenden unter folgende wenige Rubriken bringen:
Müßige Reisende, neugierige Reisende, lügende Reisende, aufgeblasene Reisende, eitle Reisende, milzsüchtige Reisende. Dann folgen die Reisenden aus Notwendigkeit: Der seiner Sündenschuld we-gen Reisende, der unglückliche und unschuldige Reisende, der simple Reisende. Und ganz zuletzt – wenn Sie ’s nicht übelnehmen wollen!  – der empfindsame Reisende, womit ich mich selbst meine, der ich gereist bin und nun mich hinsetze, um Rechenschaft davon abzulegen … und ebenso gut aus Not-wendigkeit und ‚besoin de voyager’ gereist bin als irgendeiner aus der Klasse. … Wissenschaften und Kenntnisse sind allerdings zu erlangen, wenn man die Reisen mit Boots- und Postknechten zu diesem Endzwecke anstellt; ob aber nützliche Kenntnisse und wahre Wissenschaften, das ist eine bloße Lotte-rie.
Laurence Sterne (1713-1768) („Yoricks empfindsame Reise durch Frankreich und Italien“)
 

Das Reisen bildet sehr; es entwöhnt von allen Vorurteilen des Volkes, des Glaubens, der Familie, der Erziehung. Es gibt den humanen duldsamen Sinn, den allgemeinen Charakter. Wer dagegen nichts sah, was ihn in der Sphäre, worin er lebt, umgibt, hält leicht alles für notwendig und einzig in der Welt, weil es in seiner Heimat dafür gilt.
Immanuel Kant (1724 – 1804)

Wie es Leute gibt, die Bücher wirklich studieren, und andere, die sie nur durchblättern, gibt es Reisen-de, die es ebenso machen. Sie studieren sie nicht, sie blättern sie nur durch.
Fernando Galliani (1728 – 1787) Ökönom und Schriftsteller.

Macht mir die Palmen nicht verhasst, worunter ich so gern sonst wandle.
Gotthold Ephraim Lessing (1729 – 1781)  („Nathan der Weise“)

Wenn eine eine Reise thut,
dann kann er was verzählen.
Drum nähme ich den Stock und Hut
Und thät das Reisen wählen.
Matthias Claudius (1740 – 1815) („Urian‘s Reise um die Welt“)

Unter tausend Reisenden sind 999, die nicht wahr erzählen.
Johann Kaspar Lavater (1741-1801)

Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.
Johann Wolfgang von Goethe(1749 – 1832) („Wilhelm Meisters Lehrjahre“)

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.
Johann Wolfgang von Goethe(1749 – 1832)

Was ist reisen? Ist fröhlich leben!
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Sind Briten hier? Sie reisen sonst so viel,
Schlachtfeldern nachzuspüren, Wasserfällen,
gestürzte Mauern, klassisch dumpfen Stellen.
Das wäre hier für sie ein würdiges Ziel.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) (Faust)

In raschen Jahren geht’s wohl an,
so um und um frei durch die Welt zu streifen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Zum Sehen geboren, zum Schauen bestellt, gefällt mir die Welt.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Die Erfahrung, dass wir eines reinen Enthusiasmus fähig sind: dies ist der eigentlichste
Gewinn der Reisen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Niemand wandelt ungestraft unter Palmen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) („Wahlverwandtschaften“, 1809)

Bleibe nicht an Boden haften,
frisch gewagt und frisch heraus!
Kopf und Arm mit heit’ren Kräften,
überall sind sie zu Haus.
Wo wir uns der Sonne freuen
sind wir jede Sorge los.
Dass wir uns in ihr zerstreuen,
darum ist die Welt so groß.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Man reist nicht nur, um anzukommen,
sondern vor allem um unterwegs zu sein
Johann Wolfgang von Goethe (1749 -1832)

Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen! 
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) 

Viele Fächer werden an unseren Schulen gelehrt. Aber eines der wichtigsten fehlt: die Reisekunde.
Johann Wolfgang von Goethe (1746-1832)  

Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei, und meist von der unerwarteten Seite. Man empfängt mehr oder weniger, als man hofft. Für Naturen wie die meine ist eine Reise un-schätzbar: sie belebt, berichtigt, belehrt und bildet.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Das ist das Angenehme auf Reisen, dass auch das Gewöhnliche durch Neuheit und Überraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Alles in der Welt lässt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Und wie wir auch durch ferne Lande zieh’n,
da kommt es her, da kehrt es wieder hin,
wir wenden uns, wie auch die Welt entzücke,
der Enge zu, die uns allein beglücke.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)
 
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Reisen lern ich wohl auf dieser Reise, ob ich leben lerne, weiß ich nicht.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Wie köstlich ist es, einem Freunde, der auf eine kurze Zeit verreisen will, ein kleines Geschenk zu ge-ben, sei es nur ein neuer Mantel oder eine Waffe!
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832) („Torquato Tasso“, V, 4)

Und ich betrachtete mit Erstaunen, wie man reisen kann, ohne etwas außer sich gewahr zu werden…
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen und dass man sich durch keine widrigen Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lasse.
Adolf Freiherr von Knigge (1752 – 1796)

Das sicherste Mittel gegen Seekrankheit: Sich unter einen Apfelbaum legen!
Horatio Viscount of Nelson (1758 – 1805) Britischer Marine-Offizier

Es ist gut, dass Sie sich ihr kleines Zimmer durch Reisebeschreibungen recht groß und weit machen. Mir ist es immer ein unaussprechliches Vergnügen, mich im möglichst kleinsten körperlichen Raume im Geiste auf der großen Erde herumzutummeln.
Friedrich Schiller (1759 – 1805) in einem Brief an seine Freundin und spätere Frau

Hier wendet sich der Gast mit Grausen.
Friedrich Schiller (1759 – 1805) (Der Ring des Polykrates)

Der eigentliche und ungeschmälerte Genuss einer Reise beginnt erst in dem Augenblick, in dem wir uns ihrer als etwas Vergangenem erinnern.
Friedrich Schiller (1759 – 1805)

Manche Leute reisen, um Neues zu sehen, aber sie sehen das Neue leider immer mit alten Augen.
(Charlotte von Kalb (1761 – 1843) (deutsche Schriftstellerin)

Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt das Leben Reisen ist.
Jean Paul (1763 – 1825)

Das Leben ist wie ein Buch, und wer nicht reist, liest nur ein wenig davon!
Jean Paul (1763 – 1825)

Jede Reise verwandelt Spießbürgerliches und Kleinstädtisches in unserer Brust in etwas Weltbürgerli-ches und Göttlichstädtisches.
Jean Paul (1763 – 1825)

In den besten Reisebeschreibungen interessiert uns doch der Reisende am meisten, wenn er sich nur zeigen mag. Wer eine Reise beschreibt, beschreibt damit sich immer auch selber.
Jean Paul (1763 – 1825)

Es reise alles, was reisen kann!
Nikolai Michailovitsch Karamzin (1766 – 1826)

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.
Alexander von Humboldt (1769 – 1859)
(„Kosmos“)

Reisen sind das beste Mittel zur Selbstbildung.
Karl Julius Weber (1767 – 1832) deutscher Satyriker („Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 1868. S. 29)

Ich will keine Eisenbahn! Ich will nicht, dass jeder Schneider und Schuster so rasch reisen kann wie ich!
König Ernst August von Hannover (1771 -1851) (Begründung zur Ablehnung der Eisenbahn)
 
Einen gepackten Reisewagen und einen Dolch sollte ein jeder haben; dass, wenn er sich fühlt, er gleich abreisen kann.”
Rahel Varnhagen von Ense (1771 – 1833), deutsche Schriftstellerin (Briefe)

„Wo geh’n wir denn hin? Immer nach Hause!“
Novalis (1772 – 1801)

„Wir träumen von Reisen in das Weltall: Ist denn das Weltall nicht in uns?”
Novalis (1772 – 1801), Blütenstaub

Denn nur aufs Ziel sehen verdirbt die Lust am Reisen.
Friedrich Rückert (1788 – 1866)  (Die Weisheit des Brahmanen, X, S. 88)

Der Adler fliegt allein, der Rabe scharenweise.
Gesellschaft braucht der Tor und Einsamkeit der Weise.
Friedrich Rückert (1788 – 1866)  

Abenteuer sind von der richtigen Seite betrachtete Strapazen.
Gilbert Keith Chesteron (1789 – 1936) englischer Autor und Journalist

Wird man wo gut aufgenommen, muss man ja nicht zweimal kommen.
Pius Alexander Wolff (1782 -1828)  („Preciosa“)

Nur aufs Ziel zu sehen, verdirbt die Lust am Reisen.
Friedrich Rückert (1788 – 1866)

Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die große Welt.
Joseph Freiherr von Eichendorff (1788 – 1857) („Der frohe Wandersmann“, 1822)

„Man reist nicht billiger und nicht schneller als in Gedanken.”
 (1822 – 1856) deutscher Schriftsteller ( Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski“)

Recht lustig sei vor allen, wer’s Reisen wählen will.
Joseph Freiherr von Eichendorff (1788 – 1857) („Reiselied“)

Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt.
Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857) („Aus dem Leben eines Taugenichts“)

Fort muss ich von hier und immer fort, so weit der Himmel blau ist.
Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)

An einem schönen warmen Herbstmorgen kam ich auf der Eisenbahn vom anderen Ende Deutsch-lands mit einer Vehemenz dahergefahren, als käme es bei Lebensstrafe darauf an, dem Reisen, das doch mein alleiniger Zweck war, auf das allerschleunigste ein Ende zu machen. Diese Dampffahrten rütteln die Welt, die eigentlich nur noch aus Bahnhöfen besteht, unermüdlich durcheinander wie ein Kaleidoskop, wo die vorüberjagenden Landschaften, ehe man noch irgendeine Physiognomie gefasst, immer neue Gesichter schneiden.
Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)

Im Menschenleben ist es wie auf der Reise. Die ersten Schritte bestimmen den ganzen Weg.
Arthur Schopenhauer (1788 – 1860)

Reisen, um die Weisheit zu suchen, war ein großes Wort der Alten; dieses Wort wurde von uns nicht verstanden: sie reisten nicht, um einzig und allein unbekannte Dogmen und die Lehren der Philoso-phen aufzusuchen, sondern um alles zu sehen und zu beurteilen. Ich für meine Person bin beständig erstaunt über die engherzige, kärgliche Art, mit der wir Dinge, Einrichtungen und Völker besehen; wenn mein Geist sich gehoben, mein Blick sich erweitert hat, wenn ich gelernt habe, alles zu begreifen, und dann gegen alles tolerant zu sein, so verdanke ich es einzig dem Umstand, daß ich öfters die Szene und den Gesichtspunkt gewechselt habe. Die Jahrhunderte in der Geschichte, die Menschen auf Reisen, Gott in der Natur zu studieren, dies ist die große Schule; wir studieren alles in unseren elenden Büchern, und legen an alles den Maßstab unserer kleinlichen Lokalgewohnheiten. Wer aber hat unsere Gewohnheiten und unsere Bücher geschaffen? Menschen, ebenso klein als wir. Öffnen wir das Buch der Bücher. Leben wir! Reisen wir! Die Welt ist ein Buch, in welchem jeder Schritt uns ein Blatt umwendet; Wer nicht mehr als Eines gelesen hat, was weiß der?
Alphonse von Lamartine (1790 – 1869) („Reise in den Orient“)

Die meisten Leute reisen freilich mehr aus Langeweile als aus dem Drange, sich neue Kenntnisse zu sammeln. Zu diesen Reisenden gehöre ich nicht; ich bin neugierig, unermüdlich und erkenne jeden Tag zu meinem Bedauern, dass in der Welt nichts seltener ist als Verschiedenheit. Die Ähnlichkeiten bringen den Reisenden zur Verzweiflung.
Adolphe Louis-Léonor, Marquise de Custine (1790 – 1856), französische Reiseschriftstellerin (Russische Schatten)

Eine Reise ist ein vortreffliches Heilmittel für verworrene Zustände.
Franz Grillparzer (1791 – 1872)

Wenn Ärger im Menschen ist, macht er selten das Klügste, sondern gewöhnlich das Dümmste.
Jeremias Gotthelf (1797 – 1854) Schweizer Pfarrer und Schriftsteller

Glücklich ist, wer von Reisen als beste Beute den Spruch mitbringt: Gottlob, dass ich wieder daheim bin.
Jeremias Gotthelf (1797 – 1854) Schweizer Pfarrer und Schriftsteller

Eine große Landstraß’ ist unsere Erd, wir Menschen sind Passagiere.
Heinrich Heine (1797 – 1856)

Auf die Berge will ich steigen,
Wo die frommen Hütten stehen,
Wo die Brust sich frei erschließet,
Und die freien Lüfte wehen.
Auf die Berge will ich steigen,
Wo die dunklen Tannen ragen,
Bäche rauschen, Vögel singen,
Und die stolzen Wolken jagen.
Lebt wohl, ihr glatten Säle,
Glatte Herren! Glatte Frauen!
Auf die Berge will ich steigen,
Lachend auf Euch niederschauen.
Heinrich Heine (1797 – 1856) („Reisebilder“)

„Unser Sommer ist nur ein grün angestrichener Winter.“
Heinrich Heine (1797 – 1856) („Reisebilder“, 1830)

19. JAHRHUNDERT

Wenn die Gäst’ wüssten, wie z’wider sie einem oft sind, es ließ^‘ sich gar kein Mensch mehr einladen auf der Welt. ” –
Johann Nepomuk Nestroy (1801 – 1862), Satyriker, (Das Mädel aus der Vorstadt I, 6)

O, wie köstlich ist das Reisen.
Mancherlei man profitiert.
Glücklich kann sich jeder preisen,
wem solch‘ Los zuteile wird.“
Albert Lortzing, deutscher Komponist (1801 – 1851) („Undine“)

Das kommt davon, wenn man auf Reisen geht.
Albert Lortzing Komponist (1801 – 1851) („Der Waffenschmied“)

Reisen ist, in jedem Augenblick geboren werden und sterben.
Victor Hugo (1802 – 1885) („Die Elenden“, Bd. 1, S. 274)

Ich habe mehrere sagen hören, dass durch die Eisenbahnen alle Reisepoesie verschwunden sei und man an dem Schönen und Interessanten vorbeijage. Was letzteres betrifft, so steht es ja jedem frei, auf jeder beliebigen Station zu bleiben und sich da umzusehen, bis der nächste Wagenzug anlangt; und in Betreff der Behauptung, dass alle Reisepoesie verschwindet, bin ich völlig entgegengesetzter Meinung. Gerade in den engen, voll gepackten Reisewagen ist es, wo die Poesie verschwindet, man wird hier träge. In der besten Jahreszeit wird man von Staub und Hitze geplagt und im Winter durch schlechte Wege; die Natur selbst erhält man nicht in größeren Portionen, aber wohl in längeren Zügen als im Dampfwagen. Oh, welches große Werk des Geistes ist doch diese Erfindung! Man fühlt sich ja mächtig wie ein Zauberer der Vorzeit! Wir spannen unser magisches Pferd vor den Wagen und der Raum verschwindet; wir fliegen wie die Wolken im Sturm, wie der Zugvogel fliegt; unser wildes Pferd wiehert und schnaubt, der Dampf entsteigt seinen Nüstern. Schneller konnte Mephistopheles nicht mit Faust auf seinem Käppchen fliegen! Wir sind durch natürliche Mittel in unserer Zeit ebenso stark, als man im Mittelalter nur durch die Hilfe des Teufels sein konnte! Wir sind ihm durch unseren Verstand an die Seite gekommen, und ehe er es selber weiß, sind wir an ihm vorbei.
Hans Christian Andersen 1805-1875 („Eines Dichters Bazar“)

O reisen, reisen! Das ist doch das glücklichste Los! Und daher reisen wir auch alle. Alles in dem gan-zen Universum reist! Selbst der ärmste Mann ist im Besitz des beflügelten Pferdes der Gedanken, und wird dies schwach und alt, dann nimmt ihn doch der Tod mit auf die Reise, die große Reise, die wir alle machen. Die Wellen rollen von Küste zu Küste, die Wolken segeln an dem großen Himmel dahin und der Vogel fliegt weit über Felder und Auen. Wir reisen alle, selbst die Toten in ihren stillen Gräbern fliegen mit der Erde um die Sonne. Ja, “Reisen” ist eine fixe Idee in dem ganzen Universum, aber wir Menschen sind Kinder, wir wollen auch noch “Reisen” spielen während unserer und aller Dinge großer natürlicher Reise.
Hans Christian Andersen (1805-1872) („Wir reisen alle“)

Du hast mich noch nicht gefragt, wohin ich gehe: weiß ich es selbst?
Ich will versuchen, Länder zu sehen, die ich nicht gesehen habe.
Gérard de Nerval (1808-1855)

Wie schön ist eine lange, lange Reise! Wie oft habe ich danach wie nach einem Rettungsanker gegrif-fen! Und wie oft hat mich so eine Reise errettet!
Nikolai Gogol (1809-1852)

Reisen ist das Beste, ja das einzige Heilmittel gegen Kummer.
Alfred de Musset (1810 – 1857), französischer Schriftsteller („Frederic et Bernerette“)

Reise ist ein Mittel, sich für die Welt zu bilden oder wissenschaftlich Erkenntnis zu befördern. Daher sind Reisen in der Cultur wie in der Literaturgeschichte von großer Bedeutung.“
Die ReaI-Encyclopädie oder Conversations-Lexikon (1810)

Es ist eine prächtige Einrichtung mit diesen Eisenbahnen. Bei Reisen kommt Geld und Zeit gar nicht mehr in Betracht.
Karl Baedeker (1801- 1859) deutscher Verleger und Autor von reisebeschreibungen

Dieses Rennen von Ort zu Ort, Einpacken, Auspacken, Billette lösen, Wagen wechseln, Gasthöfe mit impertinenten Kellnern, schändliche Ernährung, markerschütternde Rechnungen, Plünderung ohne Säbel und Pistolen, Geld, Geld, immer nur Geld, nichts als Geld – wie muß man gebaut sein, um das zu ertragen? Spreche mir niemand vom Genusse dieses Reisens, ich glaube nicht daran; nur eine Art gibt es, die heißt Einspänner und nicht von Stadt zu Stadt; wo der Wirt vor der Tür steht und ausschirren hilft, wo das Frühstück noch im Sande scharrt und vorher noch ein Ei legt, da will ich reisen, aber nicht in Murraysche Galeriestädte, wo das, was man sehen soll, grad an dem Tage gesperrt ist; dem Protektorat eines Lohndieners soll ich einen Tizian verdanken? Nein, lieber Anemonen und Zyklamen, Farnkräuter und Haselnüsse und Berberitzen blühen sehen und Heckenrosen.
Alexander von Villiers 1812-1880 („Briefe eines Unbekannten“)

Eine Reise ist wie ein Trunk aus der Quelle des Lebens.
Friedrich Hebbel (1813 – 1863)

Wer nach den Sternen reisen will, der sehe sich nicht nach Gesellschaft um.
Friedrich Hebbel (1813 – 1863)

Ich bin bereit, überall hinzugehen, vorausgesetzt, der Weg führt vorwärts.
David Livingstone (1813 – 1873)

Wer reisen will, muss zunächst Liebe zu Land und Leute mitbringen, zumindest keine Voreingenom-menheit. Er muss guten Willen haben, das Gute zu finden anstatt es durch Vergleiche tot zu machen.
Theodor Fontane (1819 -1898)

Alle Welt reist. So gewiss in alten Tagen eine Wetterunterhaltung war, so gewiss ist jetzt eine Reise-unterhaltung. »Wo waren Sie in diesem Sommer?
Theodor Fontane (1819 -1898), (Von vor und nach der Reise) 
Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat haben.“
Theodor Fontane (1819 – 1898)

„Wo immer die Welt am schönsten war, da war sie öd und leer.
Theodor Fontane (1819 -1898) („Archibald Douglas“)

Vierzehn Tage Reiselust sind besser als vier Wochen Reiseluft.
Theodor Fontane (1819 – 1898)

Man reist nicht billiger und schneller als in Gedanken.
Georg Weerth (1822 – 1856) („Leben und Taten berühmten Ritters Schnaphahnski“ 1849)

„Was gibt es in der Geschichte der Menschheit Schöneres, als die Entdeckungen! Zum ersten Male den Atlantik überqueren mit Christoph Columbus, den Pazifik mit Magellan, die Polarmeere mit Parry, Franklin, Dumont d’ Urville und all den anderen, welch ein Traum! Ich kann kein Boot sehen, kein Kriegsschiff, keinen Frachtdampfer und keinen Fischerkahn, ohne dass der Wunsch in mir übermäch-tig wird, an Bord zu gehen.
Jules Verne (1828-1905)

Dass man die größten Wunder zu Hause erlebt, das lernt man erst in der Fremde erkennen.
Wilhelm Raabe (1831-1910) („Alte Nester“)

Leicht reisefertig ist zumeist,
ein Mensch – wenn er als Dichter reist.
Wilhelm Busch (1832 – 1908) („Balduin Bählamm“)

Die Freude flieht auf allen Wegen,
der Ärger kommt uns gern‘ entgegen.
Wilhelm Busch (1832 – 1908) („Balduin Bählamm“)

Er war auch wirklich voller Freud‘,
als nun vorbei die Ferienzeit.
Wilhelm Busch (1832 -1908) („Die fromme Helene“)

Froh schlägt das Herz im Reisekittel
Vorausgesetzt, man hat die Mittel.
Wilhelm Busch (1832-1908)
 
Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur,
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist’s! Reise, reise!
Wilhelm Busch (1832 – 1908)

Reisen ist tödlich für Vorurteile.
Mark Twain (1835 – 1910)

Es gibt kein sichereres Mittel festzustellen, ob man einen Menschen mag oder nicht, als mit ihm auf Reisen zu gehen.
Mark Twain (1835 – 1910)

Europa mag manche Vorzüge haben, aber sie entschädigen nicht für manche viel wertvollere Dinge, die nur bei uns zu Hause zu finden sind. Außerdem sind wir drüben in Europa nur ein armseliges Häuf-lein Menschen ohne Heim. Aber in dieser Beziehung geht es den Europäern genauso. Sie leben in dunklen Grabstätten, die bei aller Größe und Pracht doch ohne alle Gemütlichkeit sind. Wenn der Durchschnittsamerikaner mit seiner Familie verdammt wäre, so zu hausen wie der Durchschnittseuro-päer, dann wäre das Leben für ihn eine unerträgliche Last. Zusammenfassend möchte ich sagen: Kur-ze Reisen nach Europa sind für uns vorteilhafter als lange. Wir werden dadurch davor bewahrt, uns zu europäisieren, die stolze Freude an der Heimat bleibt unzerstört, und unsere Liebe zum eigenen Land und zum eigenen Volk wird gestärkt. Dagegen haben lange Besuche in Europa nur den Erfolg, diese Gefühle einzuschläfern, wenigstens in der Mehrzahl aller Fälle. Ich glaube, daß jeder, der viel mit Ame-rikanern zu tun hat, die länger in Europa gelebt haben, wird zu diesem Schluss kommen müssen.
Mark Twain (1835-1910)

Das Reisen ist eine, für die Meisten noch unbekannte Mode.
 (1838 – 1917), deutscher Ökonom, (Die Arbeiterfrage, in: Preußische Jahrbücher. 14. Band, 4. Heft)

„Die Kunst der Weisheit besteht darin, zu wissen, was man übersehen muss.“
William James (1841 – 1910)

Wenn diese Leute auf Reisen gehen, so wollen sie im Grunde nichts als einmal eine Veränderung des Lokals, um dann draußen dasselbe Treiben fortzusetzen, das sie zu Hause verlassen haben. Ernst Rudorff (1840- 1916), (Komponist) (1880 über die Einführung der Eisenbahn)

Es gibt in der Welt nur einen einzigen Weg, welchen niemand gehen kann, außer dir: Wohin er führt, frage nicht. Gehe ihn.
Friedrich Nietzsche (1844 – 1900)

Geh nicht immer auf dem vorgezeichneten Weg, der nur dahin führt, wo andere bereits gegangen sind.
(Alexander Graham Bell (1847 – 1922)  (britischer Erfinder)

Ich reise nicht, um an einem Ort zu gelangen, sondern um des Reisens willen.
Robert Louis Stevenson (1850 – 1894)

Der Mensch bereist die Welt auf der Suche nach dem, was ihm fehlt. Und er kehrt nach Hause zurück, um es zu finden.
George Moore (1852 – 1933)

Was mich hinaustreibt in die weite Welt, ist eben das, was so viele ins Kloster getrieben hat: die Sehn-sucht nach der Selbstverwirklichung.
Graf Herrmann Keyserling (1855 – 1918)
(„Reisetagebuch eines Philosophen“)

Wenn ich im Ausland bin, will ich mich nicht zuhause fühlen.
George Bernhard Shaw (1856 – 1950)

Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen unseren Vorurteilen auf.
Oscar Wilde (1856 – 1900)

„Ich reise nie ohne  mein Tagebuch. Man sollte immer aufregendes zu lesen dabei haben.“
Oskar Wilde (1856 – 1900) („Ernst muss man sein“)

Menschen, die sich überall zu Hause fühlen, wenn sie verreisen, verdienen auch sonst nicht viel Ver-trauen.
George Bernard Shaw (1856 – 1950)

Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen unseren Vorurteilen auf.
Oscar Wilde (1856 – 1900)

„Die weitesten Reisen unternimmt man mit dem Kopf.“
Joseph Conrad (1857 – 1924) britischer Schriftsteller
Ich stelle mir bisweilen vor, wenn ich durch die Straßen gehe, ich sei ein Fremder, und erst dann ent-decke ich, wie viel zu sehen ist, wo ich sonst achtlos vorübergehe.
Rabindranath Tagore (1861-1941), begalischer dichter

Warum reisen diese Leute eigentlich? Nur um sich einzuprägen, dass es eigentlich ein Unsinn ist, zu reisen, da es ja doch in Deutschland am schönsten ist? Insofern, als der Deutsche sich auf die Dauer am wohlsten in Deutschland befinden mag, wie jeder Mensch in seinem Vaterlande, ist das gewiss richtig. Aber, zu reisen, bloß um das bestätigt zu sehen: welch eine sonderbare Sinnesverkehrung ist das doch! Man geht freilich nicht in die Fremde, um sich der Heimat zu entfremden, aber einen ver-nünftigen Sinn hat das Reisen doch nur insofern, als es von der Sehnsucht eingegeben ist, zu dem heimisch Schönen sich etwas fremd schönes einzuverleiben, innerlich reicher zu werden aus den Schätzen der Fremde, indem man an ihnen teilnimmt.

Auch ist es gottsträflich dumm, mit also verkleisterten Sinnen auf Reisen zu gehen.

In der Art, wie die Menschen einer Zeit reisen, und in der Art der Bücher, durch die sie sich auf ihren Reisen begleiten, führen lassen, spricht sich ein gut Teil des Gehaltes und der Richtung ihrer Kultur aus. Die Baedekerei enthüllt ein wenig erhebendes Kapitel deutscher Kulturgeschichte. Wir nehmen das Reisen leichter, weil es uns leichter gemacht wird. Das bequeme und schnelle Reisen hat das Reisen entwertet, – fast um seinen Sinn gebracht. Wenn Perlen in allen Gassen lägen. würden wir ihren Schimmer verachten. Die Kartoffelblüte ist eine sehr schöne Blume, aber kein Mensch bindet sie in einen Strauß. Die Wunder des Orients sind keine Wunder mehr, seit sie den Vielzuvielen gemein geworden sind.

Zum rechten Sinn einer Reise gehört, dass sie etwas Mühe erfordert. Wirklich köstlich wird sie erst, wenn sie den Reiz des Abenteuerlichen hat. Die Handwerksburschen reisen immer noch am sinnvolls-ten.
Otto Julius Bierbaum (1865-1910) ( „Die Yankeedoodle-Fahrt“) 

Ein vortrefflicher Zug sogar: ein Eilzug, der nur dreiviertel Stunden länger braucht als ein Schnellzug. Ein Eilzug ist nämlich kein Schnellzug. Nur ein Schnellzug ist ein schneller Zug an sich. Ein Eilzug ist nur ein gemeiner Zug, der es etwas eilig hat. Sagen wir: ein Bummelzug, der mit ein paar Minuten renommiert, die er früher ankommt, als es sein Temperament eigentlich erlaubt. Wer Sinn für den Reiz der Nuance hat, wird das sympathisch finden. … Dieser D-Zug brauchte nur zwei Stunden und besaß einen Speisewagen. Er beförderte keine Schweine, aber auch keine Brautjungfern. Er rannte wie be-sessen durch die Oberpfalz und Niederbayern und hielt nicht ein einziges Mal an. Was für ein blödsin-niger Zug! – Und was das für eine Logik ist: er war teuerer als meine Bummelzüge, obwohl er an den tausend gemüthlichen Orten, Sachen, die rechts und links zu sehen waren, so schnell vorbeiraste, daß man nichts von ihnen sah. Er ließ sich für diese Unterschlagung auch noch extra bezahlen, dieser flüchtige Schwindler.
Otto Julius Bierbaum (1865-1910) (Eine kleine Herbstreise im Automobil)

Das wichtigste Stück des Reisegepäcks ist und bleibt ein fröhliches Herz.
Hermann Löns (1866 – 1914)

Das ist der Fluch und zugleich die Wollust des Reisens, dass es dir Orte, die dir vorher in der Unend-lichkeit und in der Unerreichbarkeit lagen, endlich und erreichbar macht. Diese Endlichkeit und Er-reichbarkeit zieht dir aber geistige Grenzen, die du nie mehr loswerden wirst. Wenn sich deine Seele, ohne daß dein Leib reist, an einen Ort hin versetzt, in dem du nie warst, so kann sie an dem Ort bald im Sonnenschein, bald im Regen, bald im Winter, bald im Frühling wandern, geisterleicht in einer Geis-terlandschaft. Hast du aber den Ort einmal reisend mit deinem Leib erreicht und wirkliche Tage dort erlebt, so bist du dem Gefängnis der Wirklichkeit verfallen. Sobald du dich in späteren Tagen an den bereisten Ort im Geist zurückversetzt, kommst du nicht über die Grenzen der ehemaligen wirklichen Tage hinaus. Du siehst jenen Ort immer wieder, in ermüdender Wiederkehr, in derselben Tages- oder Jahreszeitstimmung, in der du ihn damals gesehen. Du kannst ihn nicht willkürlich mehr verwandeln. Du bist verdammt, ihn ewig genauso zu sehen, wie er sich dir auf der Reise gezeigt hat. Dies ist der Fluch, der die Seele des Reisenden belastet. Die Flügel der Geistigkeit werden ihm von der Wirklich-keit beschnitten. Der Vielgereiste haftet mehr an der Erde als der Niegereiste. Er erscheint mir sterbli-cher als die übrigen Sterblichen.
Max Dauthendey 1867-1918 („Himalajafinsternis“)

Wo ich auch war und was mir das Leben auch gab, immer hatte ich Heimweh.
Ludwig Thoma (1867 – 1921) 

Die besten Entdeckungsreisen macht man, indem man die Welt mit anderen Augen betrachtet.
Marcel Proust (1871 – 1922)

Die wirkliche Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu erfassen, sondern darin, Altes mit neuen Augen zu sehen.
Marcel Proust (1871 – 1922)

Vielen ist das Reisen ein Ersatz für das Leben. Es gibt nichts Schmerzlicheres, als solches zu erken-nen.
Christian Morgenstern (1871 – 1914) (Aphorismen)

Heutzutage würde man diese Reise zweifellos im Automobil unternehmen und glauben, sie sei auf diese Weise angenehmer. In gewisser Weise wäre sie, so durchgeführt, sogar realer, weil man dies Auf und Ab der Landschaft näher und unmittelbarer erleben würde. Aber schließlich liegt der besonde-re Reiz der Reise nicht darin, unterwegs aussteigen und rasten zu können, wenn man sich müde fühlt, nicht darin, den Unterschied zwischen Abreise und Ankunft kaum merkbar, sondern im Gegenteil so stark wie möglich zu gestalten, ihn in seiner ganzen Schwere zu empfinden, unverändert, so wie er in uns war, als unsere Phantasie uns vom Ort, an dem wir wohnen, nach einem Ort trug, den wir ersehn-ten, in einem Sprung, der uns weniger wundersam erschien, weil er eine Entfernung überwand, son-dern mehr weil er zwei grundverschiedene Wesensformen der Erde vereinte. Unglücklicherweise sind diese herrlichen Orte, die Bahnhöfe, von denen man in die Ferne reist, auch Orte der Tragik, denn wenn das Wunder dort Gestalt annimmt, dank dem die Länder, die bisher nur in unserer Vorstellung Form gewonnen hatten, in Kürze diejenigen sein werden, in denen wir leben, muss man aus diesem Grunde beim Verlassen des Wartesaales darauf verzichten, die gewohnte Stube wieder zu finden, in der man noch vor kurzem saß. Man muss jede Hoffnung aus dem Herzen verbannen, nach Hause zu gehen zum Schlafen, wenn man einmal den Entschluss gefasst hat, in die verpestete Höhle einzudrin-gen, von der aus man den Zugang zum Geheimnis findet, in eine dieser großen verglasten Hallen, wie diejenige von Saint-Lazare, in der ich den Zug nach Babec bestieg, und die sich wie ein riesiger grau-er, unheilschwangerer Himmel über uns wölben, Himmel, unter denen sich nur irgendwelche schreck-liche und feierliche Dinge ereignen können, wie eine Abreise mit der Eisenbahn oder die Aufrichtung des Kreuzes.
Marcel Proust (1871 – 1922)

Reisebeschreibungen haben den seltsamen, sinnlichen Reiz der Träume … Darum haben auch Reise-erinnerungen nachher für uns selbst diesen sonderbar traumhaften Charakter, so fremd, wie nicht wirklich gewesen. Die hübsche Art zu reisen, die empfindsame, die des Sterne und des Rousseau, ist uns verlorengegangen. Das war noch eine Reise nach Stimmungen. Man reiste sehr langsam, im hu-moristischen Postwagen oder in der galanten Sänfte; man hatte Zeit, um in Herbergen Abenteuer zu erleben und wehmütig zu werden, wenn ein toter Esel am Wege lag; man konnte im Vorbeifahren Früchte von den Bäumen pflücken und bei offenen Fenstern in die Kammern schauen; man hörte die Lieder, die das Volk im Sommer singt, man hörte die Brunnen rauschen und die Glocken läuten. Unser hastiges ruheloses Reisen hat das alles verwischt, unserem Reisen fehlt das Malerische und das The-atralische, das Lächerliche und das Sentimentale, kurz alles Lebendige.
Hugo von Hofmannsthal (1874 – 1929)

Wanderer, deine Spuren
sind der Weg, sonst nichts;
Wanderer, es gibt keinen Weg,
Weg entsteht im Gehen.
Im Gehen entsteht der Weg,
und schaust du zurück,
siehst du den Pfad, den du
nie mehr betreten kannst.
Wanderer, es gibt keinen Weg,
nur eine Kielspur im Meer.
Antonio Machado y Ruiz (1875-1939)

Reisen ist das einzig taugliche gegen die Beschleunigung der Zeit.
Thomas Mann (1875 – 1955)

Die Leidenschaft des Reisens ist das weiseste Laster, welches die Erde kennt.
Bruno H. Bürgel (1875 – 1948)

Die Reise ist der Mai, der alles neu macht.
Thomas Mann (1875 – 1955)

Durch eine Minute Ärger gehen sechz
ig wertvolle Sekunden Freude im Leben verloren.
Albert Schweitzer (1875 – 1965)

In Italien laufen sie blind an tausend leisen Schönheiten vorbei, zu jenen offizielle Sehenswürdigkeiten hin, die sie doch meistens nur enttäuschen.
Rainer Maria Rilke 1875 – 1926) („Das Florentiner Tagebuch“)

Es gibt keinen Weg. Wege entstehen beim Gehen.
Anonio Machado (1875-1939) spanischer Lyriker

Das ist Reisekunst: im Weltenreihn mitzufliehn und nach geliebten Fernen auch im Rasten unterwegs zu sein.
Herrmann Hesse (1877-1962)

Wie der Tag zwischen Morgen und Abend, so vergeht zwischen Reisetrieb und Heimatwunsch mein Leben. Vielleicht werde ich einmal so weit sein, dass Reise und Ferne mir in der Seele gehört, daß ich ihre Bilder in mir habe, ohne sie mehr verwirklichen zu müssen. Vielleicht auch komme ich einmal dahin, daß ich die Heimat in mir habe, und dann gibt es kein Liebäugeln mit Gärten und roten Häus-chen mehr. – Heimat in sich haben!
Wie wäre da das Leben anders! Es hätte eine Mitte, und von der Mitte aus schwängen alle Kräfte.
So aber hat mein Leben keine Mitte, sondern schwebt zuckend zwischen vielen Reihen von Polen und Gegenpolen. Sehnsucht nach Daheimsein hier, Sehnsucht nach Unterwegssein dort. Verlangen nach Einsamkeit und Kloster hier, und Drang nach Liebe und Gemeinsamkeit dort!
Hermann Hesse (1877-1962) (Wieland, 1920)

„Passagen zum Himmel und zur Hölle bucht man im selben „Reisebüro“.
Upton Beall Sinclair (1878 – 1968)

Alle Reisen haben eine heimliche Bestimmung, die der Reisende nicht ahnt.
Martin Buber (1878 – 1965)

„Manche Menschen reisen hauptsächlich in den Urlaub, um Ansichtskarten zu kaufen, obwohl es doch vernünftiger wäre, sich diese Karten kommen zu lassen.“
Robert Musil (1880 – 1942)

Hymnus an die Reise
„Schienen, die blauen Adern aus Eisen,
Durchrinnen die Welt, ein rauschendes Netz.
Herz, rinn mit ihnen! Raff auf dich, zu reisen,
Im Flug nur entfliehst du Gewalt und Gesetz.

Im Flug nur entfliehst du der eigenen Schwere,
Die dir dein Wesen umschränkt und erdrückt.
Wirf dich ins Weite, wirf dich ins Leere,
Nur Ferne gewinnt dich dir selber zurück.

Sieh, bloß ein Ruck, und schon rauscht es von Flügeln,
Für dich braust eine eherne Brust,
Heimat stürzt rücklings mit Hängen und Hügeln.
Ein Neues, es wird dir neuselig bewußt.

Die Grenzen zerklirren, die gläsernen Stäbe,
Sprachen, die fremden, sie eint dir der Geist
Unendlicher Einheit, da er die Schwebe
Der vierzehn Völker Europas umkreist.

Und in dem Hinschwung von Ferne zu Fernen
Wächst dir die Seele, verklärt sich der Blick,
So wie die Welt im Tanz zwischen Sternen
Schwingend ausruht in großer Musik.“
Stefan Zweig (1881 – 1942)

„Es ist ein angenehmes Gefühl, auf dem Rücken zu liegen und den leichten, weißen Wolken nachzuei-fern mit reiselustigen Gedanken.”
 (1881 – 1946) deutscher Schriftsteller (Die Vögel des Herrn Langfoot.1954. S. 17)

Fremd ist in der Fremde nur der Fremde.
Karl Valentin (1882 – 1948)

Abenteurer, wo willst du hin?
Quer in die Gefahren
Wo ich vor tausend Jahren
Im Traume gewesen bin.

Ich will mich treiben lassen
In Welten, die nur ein Fremder sieht.
Ich möchte erkämpfen, erfassen,
Erleben, was anders geschieht.
Ein Glück ist niemals erreicht.

Mich lockt ein fernstes Gefunkel,
Mich lockt ein raunendes Dunkel
Ins nebelhafte Vielleicht.
Was ich zuvor besessen,
Was ich zuvor gewusst,
Das will ich verlieren, vergessen. 
Ich reise durch meine eigene Brust.
Joachim Ringelnatz (1883-1934)

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee,
da taten ihnen die Beine weh.
Und da verzichteten sie weise
dann auf den letzten Teil der Reise.
Joachim Ringelnatz (1883 – 1943)

Der Sinn des Reisens ist, ans Ziel zu kommen, aber Sinn des Wanderns unterwegs zu sein.
Theodor Heuss (1884 – 1963)

Die Liebe ist eine Reise in gänzlich neues Leben.
Ernst Bloch (1885 – 1977)

Du musst in Deiner Gegend alles holen, denn von der Reise kommst Du leer zurück.
Gottfried Benn (1886 – 1956)

Wenn du liebst, geh auf die Reise. Verlaß deine Frau und dein Kind. Verlaß deine Freundin verlaß deinen Freund. Verlaß die Geliebte, verlaß den Geliebten. Geh auf die Reise wenn du liebst. Die Welt ist voller Neger und Negerinnen, Frauen und Männer und Männer und Frauen. Sieh die prächtigen Kaufhäuser, den Fiaker, den Mann, diese Frau, den Fiaker. Und all die wunderschönen Waren. Es gibt die Luft es gibt den Wind. Die Berge das Wasser den Himmel die Erde. Die Kinder, die Tiere, das Gras und die Kohle unter der Erde.
Blaise Cendrars (1887-1961Schweizer Schriftsteller)

Die Reise und nicht das Ziel ist von Bedeutung.
T.S. Elliot (1888 – 1965)

„Eine Reisebeschreibung ist in erster Linie für den Beschreiber charakteristisch, nicht für die Reise.“
Kurt Tucholsky, (Die Weltbühne vom 3.1.1925)

Trudele durch die Welt. Sie ist so schön, gib dich ihr hin, und sie wird sich dir geben.
Kurt Tucholsky (1890-1935)

„Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.” -
Kurt Tucholsky, “Interessieren Sie sich für Kunst?”, in “Zürcher Student” Nr. 2, 1. Mai 1926, S. 64

„Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muss oder ob schon deutsche Touristen da gewesen sind.“
Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

Entwirf den Reiseplan im Großen und lass Dich im Einzelnen von der bunten Stunde treiben. Die gro-ßen Sehenswürdigkeiten, die es in der Welt gibt – siehe sie Dir an.
Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

Kennen Sie das Gefühl! “Déja vu”?
Sie gehen zum Beispiel morgens früh,
auf der Reise, in einem fremden Ort,
von der kleinen Hotelterasse fort.
wo die andern noch alle Zeitung lesen.
Sie sind niemals in dem Dorf gewesen,
Da gackert ein Huhn, da steht eine Leiter,
und Sie fragen – denn Sie wissen nicht weiter -
eine Bauersfrau mit riesiger Schute …
Und plötzlich ist Ihnen so zumute
- wie Erinnerung, die leise entschwebt -:
Das habe ich alles schon einmal erlebt.
Kennen Sie das Hotelgefühl?
Sie sitzen zu Hause. Das Zimmer ist kühl.
Der Tee ist warm. Die Reihen der Bücher
schimmern matt. Das sind Ihre Leinentücher …
Sie wissen genau, das Sie hier wohnen,
Da sind Ihre Kinder, Ihre Alte, die gute -
Und plötzlich ist Ihnen so fremd zumute:
Das gehört ja alles gar nicht mir …
Ich bin nur vorübergehend hier.
Hunger nicht. Aber ein tiefes Hungern
nach allem, was schön ist: nicht immer so lungern-
auch einmal ausschlafen – reisen können -
sich einmal Überflüssiges gönnen.
Nicht immer nur Tag-für-Tag-Arbeiter,
ein bißchen mehr, ein bißchen weiter …
Sein Auskommen haben, jahraus, jahrein …?
Es ist alles eine Nummer zu klein.
Hunger nach Farben, nach der Welt, die so weit -
Kurz: das Gefühl der Popligkeit.
Eine alte, ewig böse Geschichte.
Aber darüber macht man keine Gedichte.
Kurt Tucholsky (1890-1935) (Gefühle)
Fahre mit der Eisenbahn,
fahre, Junge, fahre!
Auf dem Deck vom Wasserkahn
wehen deine Haare.
Tauch in fremde Städte ein,
lauf in fremde Gassen;
höre fremde Menschen schrein,
trink aus fremden Tassen.
Flieh Betrieb und Telefon,
grab in alten Schmökern,
sieh am Seinekai, mein Sohn,
Weisheit still verhökern.
Lauf in Afrika umher,
reite durch Oasen;
lausche auf ein blaues Meer,
hör den Mistral blasen!
Wie du auch die Welt durchflitzt
ohne Rast und Ruh -:
Hinten auf dem Puffer sitzt du.
Kurt Tucholsky (1890 – 1935) (Luftveränderung)

Einem nur erfüllt die Brust,
Jugendmut und Reiselust.
„Reisen“, rief er, „welch Genuss!“
Jeder Jüngling reisen muss.
Zwar ist die Welt sehr schön,
so von weitem angeseh‘n.
Doch von allen Seiten droht
Krankheit, Hunger, Frost und Tod.
Und die Mutter weinet leise:
„Unterlass‘ doch diese Reise“.
Sophie von Adelung (1850 – 1927) deutsche Schriftstellerin („Maikäfer auf Reisen“,1890)

Die Bevölkerung des Landes ist dazu angehalten, dem Reisenden und nächtigenden Fremden den lieblicheren Teil ihres Wesens nicht vorzuenthalten.
Aus einem Aufruf der Kärntner Landeregierung, 1891

In unserer Zeit des Massenelends und der Massenprosperität wird gereist wie nie zuvor: Alles flieht, wird verschickt oder reist anderweit in die Ferien.
Sigismund von Radeki (1891 – 1970)

Der Reiseführer ist ein Reiseleiter, den man in die Tasche stecken kann.
Sigismund von Radeki (1891 – 1970)

Manche Menschen reisen hauptsächlich in den Urlaub, um Ansichtskarten zu kaufen, obwohl es doch vernünftiger wäre, sich diese Karten kommen zu lassen.
Robert Musil (1880 – 1942)

Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muss
oder ob schon deutsche Touristen da gewesen sind.
Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

Was mich hinaustreibt in die weite Welt, ist das was so viele ins Kloster getrieben hat: Die Sehnsucht nach Selbstverwirklichung.
Hermann Alexander graf von Keyserling (1880 – 1946) Philosoph

… ich höre nachts die Lokomotiven pfeifen, sehnsüchtig schreit die Ferne, und ich drehe mich im Bett herum und denke: “Reisen. . .
Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.
Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

Laß das Steuer los. Trudele durch die Welt. Sie ist so schön: gib dich ihr hin, und sie wird sich dir geben.
Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

Entwirf deinen Reiseplan im Großen – und lass dich im Einzelnen von der bunten Stunde treiben. Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.
Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

Man sollte jedem Deutschen noch fünfhundert Mark dazu geben, damit er ins Ausland reisen kann. Er würde sich manche Plakatanschauung abgewöhnen, wenn er vorurteilslos genug ist, die Augen auf-zumachen.
Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

Schön ist nur, was niemals dein. Es ist heiter, zu reisen, und schrecklich, zu sein.
Kurt Tucholsky (1890 – 1935) (Schnipsel)

Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich benehmen muss oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind!
Kurt Tucholsky  (1890-1935)
Wer die Enge seiner Heimat begreifen will, der reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.
Kurt Tucholsky  (1890-1935)
„Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben.“
Kurt Tucholsky (1890 – 1935)
 
Man reist stets von etwas weg und zu etwas hin, zum Beispiel aus dem Alltag in die Ferne.
Sigismund von Radeki (1891 – 1970)

„Zwei Tendenzen reißen heut‘ den Menschen hin und her: Die nach dem Eigenheim und die nach dem Reisen. Doch in Wirklichkeit gehören beide zusammen. Denn zum rechten Reisen gehört erst recht ein geliebtes Heim, wie zum Nähen der Knoten. Hinaus in die Ferne hat Heimat zur Voraussetzung. Sonst bleibt das doch bloß Ortsveränderung.“
Sigismund von Radeki (1891 – 1970)

Das muss schon ein gewaltiger Zwang zum Reisen sein, der heute soviel Räder und Flügel und Reise-industrien geschaffen hat. Zwar ist dieses Reisen die populärste Form von Glück, aber auch Ausdruck der Unzufriedenheit: Wem‘ s gut geht der will nicht fort.
Sigismund von Radeki (1891 – 1970)

„Wann immer ich auf reisen gehe, nehme ich ein schönes weiches Kissen mit. Das allein macht den Unterschied zwischen Komfort und Missvergnügen.“
Agatha Christie (1891 – 1970)

„Wir reisen nicht nur an andere Orte, sondern vor allem reisen wir in andere Verfassungen der eigenen Seele.”
Werner Bergengruen, dt. Schriftsteller (1892-1964), Badekur des Herzens
„Reisen sollte nur ein Mensch, der sich ständig überraschen lassen will.“
Oskar Maria Graf (1894-1967)

Die besten Reisen, das steht fest,
sind die oft, die man unterlässt.
Eugen Roth (1895 – 1976)

In stillem Beileid denken hier,
der armen, braven Menschen wir,
die, des Kulturtransports Begleiter,
verpflichtet sind als Reiseleiter.
Mitunter wechselt man sie aus:
Wer schadhaft, kommt ins Irrenhaus.“
Eugen Roth (1895 -1976)

Der Urlaub ist erholsam meist,
nicht nur für den, der in ihn reist.
Auch den, der dableibt, freut die Schonung,
die er geniest in stiller Wohnung.
So zählen zu den schönsten Sachen
oft Reisen, die die andern machen“.
Eugen Roth (1895 -1976)
Man sollte nur die leisen Rassen
und nicht die lauten reisen lassen!
Eugen Roth (1895 – 1976)
Wir reisen in der Welt herum,
als wär’ sie ein Panoptikum.
Eugen Roth (1895 – 1976)
Weiß nicht woher, weiß nicht wohin –
Mich wundert’s, dass ich fröhlich bin.
So sagte einst der Wandersmann.
Wer heute reist, oft sagen kann:
Weiß nicht woher, weiß nicht wozu –
Mich wundert’s, dass ich’s trotzdem tu.
Eugen Roth (1895 – 1976)
Ich möchte’ nicht alte Streite wecken:
Das Flugzeug taugt für weite Strecken.
Von etwa tausend Meilen an,
kann wie ein Vogel eilen man.
Sonst muss zu lange warten still,
wer landen oder starten will.
Eugen Roth (1895 – 1976)

Wird’s reisen leicht – vergesst das nicht! –
verliert’s auch inneres Gewicht.
Eugen Roth (1895 – 1976)

Wir kleinen Reisenden von heute,
was sind wir doch für arme Leute!
Genötigt durch die Welt zu rennen,
von der uns meisten Welten trennen.
Eugen Roth (1895 – 1976)

Ein Mensch, zu reisen um halb zehn,
beschließt, um sechs Uhr aufzustehen,
damit er sich nicht hetzen muss;
Gemütlichkeit ist ihm Genuss!
Er blödelt hier, er trödelt dort
er braucht ja lange noch nicht fort’.
Er trinkt Kaffee und liest in Ruh’
sein Blättchen – er hat Zeit dazu!
Zeit? Höchste Zeit, dass er sich schleune;
denn plötzlich sieht er, fast ist’s neune!
Doch wie er sich auch jetzt noch tummelt,
zu spät: Er hat den Zug verbummelt!
Ein andrer Mensch, der leider glatt die Aufstehfrist verschlafen hat,
wacht auf, sieht auf den ersten Blick das äußerst drohende Geschick,
reißt sich zusammen,
und geschwind braust auf die Bahn er,
wie der Wind, erwischt den Zug,
wenn auch nur knapp, und fährt, ein Sieger, glücklich ab.
Wir hoffen, dass Ihr selbst es wisst,
dass dies ein Lebens-Gleichnis ist.
Eugen Roth (1895 – 1976)

Die Meinung von den Reisezwecken,
wird sich durchaus nicht immer decken.
Wie große Zeugen uns beweisen:
man reise wohl, nur um zu reisen,
meint Goethe, nicht um anzukommen.
Begeistrungskraft, genau genommen,
sei der ureigenste Gewinn.
Montaigne sieht des Reisens Sinn
nur darin, dass man wiederkehrt.
Darauf legt auch Novalis Wert.
Er drückt es ungefähr so aus:
wohin wir gehen, wir geh‘n nach Haus!
Doch Seume, der – und zwar zu Fuß! -
Spazieren ging nach Syrakus.
Sah geistig sportlich an die Dinge:
„S’ würd’ besser gehen, wenn man mehr ginge!”
Eugen Roth (1895 – 1976) (Sinn des Reisens)

„Darum, mein Lieber, überleg‘s
und werde krank nicht unterwegs.“
Eugen Roth (1895 – 1976), Der Wunderdoktor

„Selten hat man etwas versäumt, wenn man nicht dort war, wo alle waren.“
Nico Dostal (1895 – 1981), österreichischer Komponist

„Übrigens: die Mittelmäßigen lieben die Reise. Gibt es auf der Welt ein einziges junges Mädchen, das nicht bereit wäre auszurufen: “Ich liebe die Reisen.” Fügen sie die Tatsache hinzu, dass wir uns auf Reisen, beinahe gezwungenermaßen, für Dinge interessieren müssen, die nicht unserer Sphäre ent-sprechen. Tausend Wichtigkeiten, die wir zu Hause nicht beachten; aber man muss hineilen, weil es weit weg ist.“
Henry de Montherlant (1896-1972)

„Von allen Vergnügungen ist die Reise das traurigste. Es ist kaum zu glauben, bis zu welchem Grade man mit so einfachen Mitteln unglücklich sein kann. . . . Die Reise lehrt uns, die Dinge rasch und flüch-tig einzuschätzen, und die sich damit zufrieden geben, sind Dilettanten; die Seele sträubt sich dage-gen. Daher geht man heute so viel auf Reisen. Man sagt, es zerstreue. Es zerstreut das Wichtigste, in der Tat. . . Man glaubt zu gewinnen, weil man an Breite gewinnt, und man verliert es an Tiefe. Man kehrt zurück, aufgeblasen von einem elenden Halbwissen, das schlimmer ist als Unwissenheit, da es Nichtvorhandenes vortäuscht.“
Henry de Montherlant (1896-1972)
„Das schönste Teil einer Reise wird daheim erlebt: teils vorher, teils nachher.“
Sigmund Gaff (1898 – 1979)

Der verborgene Sinn des Reisens ist es, Heimweh zu haben”
Erich Kästner (1899 – 1974)

Seien wir ehrlich: Das Leben ist immer lebensgefährlich.
Erich Kästner (1889 – 1974)

Wie klein ist heute die ganze Welt!
Erich Kästner (1889 – 1974)

Nur unterwegs erfährt man das Gefühl märchenhafter Verwunschenheit.
Erich Kästner (1899-1974)

Der verborgene Sinn des Reisens ist es, Heimweh zu haben.
Erich Kästner (1889 – 1974)
Die Wißbegierde eröffnet alles und jedes, derart, daß man überall und nirgend ist.
Martin Heidegger (1889-1976) (Sein und Zeit)

20. JAHUNDERT

Wenn das Wasser in einem Becken ohne Bewegung bleibt, wird es schal und schlammig,
wenn es sich aber bewegt und fließt, so wird es klar. Nicht anders verhält es sich mit dem, der reist.
Muhammad Asad (1900 – 1992)

Wer glücklich reisen will, reise mit leichtem Gepäck.
Antoine de Saint Exupéry (1900 – 1944) Schriftsteller und Pilot

Jede Reise ist wie ein eigenständiges Wesen; keine gleicht der anderen.
John Steinbeck (1902 – 1968)

Als ich noch sehr jung war und darauf brannte, anderswo zu sein, versicherten mir reife Menschen, die Reife würde dieses Laster heilen. Als man mich den Jahren nach reif nennen konnte, verschrieb man mir das gesetzte Alter. Im gesetzteren Alter hieß es, mit fortschreitendem Alter würde mein Fieber nachlassen, und heute, mit 58 Jahren, bleibt mir nur noch die Aussicht, dass die Senilität das ihre tut. Bis jetzt hat nichts geholfen. Wenn ich das heisere Schrillen einer Schiffspfeife höre, bekomme ich immer noch eine Gänsehaut im Nacken, und meine Beine setzen sich in Bewegung. Das Dröhnen eines Düsenflugzeugs, ein warmlaufender Motor und sogar Hufklappern weckt in mir das alte Reise-fieber; mein Mund wird trocken, der Blick schweift in die Ferne, die Handflächen werden heiß und der Magen hebt sich in den Brustkasten. Mit anderen Worten: Einmal ein Vagabund, immer ein Vagabund. Ich fürchte, das Leiden ist unheilbar. Ich schreibe dies nicht nieder, weil ich andere belehren, sondern weil ich mir selber darüber klar werden will. Wenn der Unruhevirus einen unsteten Mann überfällt und die Straße in die Ferne breit und gerade und lockend erscheint, dann muss das Opfer zunächst einen vernünftigen und hinreichend plausiblen Grund zum Aufbruch finden. Für den erfahrenen Vagabunden ist das kein Problem. Er hat immer ein Sortiment Gründe zur Hand, aus denen er nur wählen braucht. Dann muss er Zeit und Raum seiner Reise festlegen, eine Richtung und einen Bestimmungsort wählen. Und schließlich muss er die Reise vorbereiten. Wie soll er reisen, was soll er mitnehmen, wie lange will er bleiben? Dieser Teil der Vorbereitungen ist immer der gleiche und wird es immer bleiben. Ich schreibe dies nur nieder, damit Neulinge in der Vagabunderei im Vollgefühl ihrer neuentdeckten Sün-de, nicht glauben, sie hätten das alles erfunden.
Sobald eine Reise geplant, vorbereitet und eingefädelt ist, kommt ein neuer Faktor hinzu und be-stimmt alles Weitere. Jeder Ausflug, jede Safari, jede Expedition ist ein Wesen für sich und unter-scheidet sich von allen anderen Reisen. Sie besitzt ihre Eigenart, ihr Temperament, ihre Individualität und Einmaligkeit. Eine Reise ist eine Persönlichkeit, keine gleicht der anderen. Und alle Pläne, Vorkehrungen, Finten und jeder Zwang sind nutzlos. Nach jahrelangem Ringen stellen wir fest, daß wir eine Reise nicht in der Hand haben. Sie hat uns in der Hand. Reisebüros, Fahrpläne, Platzreservie-rungen, ehern und diktatorisch, zerschellen an der Persönlichkeit der Reise. Nur wenn der waschechte Vagabund sich dessen bewußt ist, kann er getrost aufbrechen. Erst dann ist er gegen alle Küm-mernisse gefeit.
John Steinbeck (1902 – 1968) („Meine Reise mit Charly“) 

Viele Fächer werden an unseren Schulen gelehrt. Aber eines der wichtigsten fehlt: die Reisekunde. Denn das intelligente Reisen, das Verständnis fremder Länder und Völker will gelernt sein.
John Steinbeck (1902 – 1968)

Touristen sind Reisende,
die ihren Besitz verbrauchen,
um sich den Besitz anderer anzusehen.
Ernst Heimeran (1902 – 1955) deutscher Verleger und humoristischer Schriftsteller

Toren bereisen in fremden Ländern die Museen, Weise gehen in die Tavernen.
Erich Kästner (1904 – 1974)

Aber was kommt schon dabei heraus, wenn sie alle in fremde Länder reisen? Nichts. Sie tragen ja doch wie Zinnsoldaten ihr bisschen Standort mit sich herum.
Erich Kästner (1904 – 1974)

Das Reisen ist eine Passion,  in dem wunderbaren Doppelsinn dieses Wortes,
der im Wort Leidenschaft vollkommen nachgeformt ist: eine Passion, kein Vergnügen.
Erich Kästner (1904 – 1974)

Nicht der fernste Mensch ist uns das größte Geheimnis, sondern der Nächste.
Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945)

Mache Reisen!Versuche es wenigstens! Es gibt nichts anderes.
Tennessee Williams (1911 -1983)

Warum reisen wir? – Damit wir noch einmal erfahren, was uns in diesem Leben möglich ist!
Max Frisch (1911 – 1991) („Tagebuch“)

Das Reisen, das gleichsam eine höhere und ernsthafte Wissenschaft ist, führt zu uns zurück.
Albert Camus (1913 – 1960)

ZEITGENOSSEN

Auf Reisen gleichen wir einem Film, der belichtet wird. Entwickeln wird ihn die Erinnerung.
Max Frisch  (1911 – 1991)

Nach Erkenntnissen der Astrophysiker bestehen die Ringe des Saturn ausschließlich aus verloren gegangenem Reisegepäck“.
Werner von Braun (1912 – 1977)

„Wenn man anfängt, seinem Passbild ähnlich zu sehen, sollte man Urlaub machen.” –
Ephraim Kishon (1924 – 2005) ( Der seekranke Walfisch) 

Bei Auslandreisen sollte man sich weniger nach dem Instinkt richten als nach den Preisen der am Ein-gang ausgehängten Speisekarten. Die Preise trügen nur selten, der Instinkt fast immer.
Ephraim Kishon (1924 – 2005)

Ich begebe mich auf Reisen, um meinen Koffer zu benutzen. Wenn ich den nicht regelmäßig ausführen müsste, würde ich zuhause bleiben.
Peter Ustinow (1921 – 2004)

Urlaub ist eine Mehrkampf-Disziplin mit den Nachbarn.
Charles Aznavour (*1924)

Auf Reisen suchen viele Deutsche eigentlich nicht das fremde Land, sondern Deutschland mit Sonne.
Erwin Kurt Scheuch (1928 – 2003), deutscher Soziologe

Wer einmal Reiseleiter war, hat das Fegefeuer bereits hinter sich.
Emilio Tacchini

Der Tourist ist das Spiegelbild der Gesellschaft, von der er sich abstößt.
Hanns Magnus Enzensberger (*1929)

Bereits Baudelaire beschreibt die Symptome der Reise-Kranken, die ihr zeitloses Leiden vom Fenster zum Ofen schleppen und wieder zurück, weil sie von einer Ortsveränderung Heilung erhoffen. Wie griff seitdem die Psychose um sich! Millionen strömen in Europa von Nord nach Süd,  von West nach Ost,  vorgeblich Urlaub zu machen  und sich zu erholen, wo doch überdeutlich Klarheit herrscht, daß man stets nur die gleichen Zusammenballungen an neuen Plätzen entstehen. Alles nur Fluchtversuche aller: vor dem Ozeanweiten Abgrund ihrer individuellen Leere weichen sie zurück, über riesige Entfernungen, um,  angelangt irgendwo,  erneut den klaffenden Schlund  der eigenen Nichtigkeit  zu erblicken.
Günter Kunert (*1929), deutscher Schriftsteller

Einen Satz trag’ in den Ohren: Wer sich aufregt, hat schon verloren.
Karl-Heinz Söhler, Deutscher Publizist

Manchmal kann ein gelungener Urlaub auch eine gelungene Selbsttäuschung sein.
Horst W. Opaschewski, Freizeitforscher

Ich fahre ungern wohin. Ich bin lieber schon da gewesen.
Maria Brandauer, Schauspieler

Touristen sind Heuschrecken auf Rädern.
Roberto Benigni (*1952) Schauspieler und Regisseur

Von besonderer Ambivalenz sind reisen, auf denen die eigene Unbill gleichsam gelindert wird durch Bewusstsein von dem viel größeren Elend der Menschen um sich herum – wenngleich diese Linderung nur eine Dimension von Unbill erzeugt: die Qual des schlechten Gewissens.
George Woodcock

Wenn einem Außenminister nichts mehr einfällt, geht er auf Reisen.
Vic Neale

Welche Lust gewährt das Reisen!
Saint Just-Boieldieu („Johann von Paris“)

Touristen – laufendes Kapital.
Hans Horst Skupy

Wer nie weggegangen ist, versteht die Heimkehrenden nicht.
Walter Ludin, (*1945) Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor

Die meisten Leute planen ihre Ferien besser als ihr Leben.
Mary Ash

Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden: Wir müssen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht.
Ralph W. Emerson

Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden: Wir mögen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht.
Ralph Waldo Emerson

Nirgends strapaziert sich der Mensch mehr als bei der Jagd nach Erholung.
Laurence Sterne

Wird das Reisen zu leicht und zu bequem gemacht, so geht sein geistiger Sinn verloren. Allein ein gewisses Gefühl der Einsamkeit, das auf der Reise entsteht, führt den Menschen zum Nachdenken über den Sinn des Lebens.
Daisez Teitaro Suzuki
Mit aufwendigen Reisen versuchen viele Menschen, etwas Vakuum in ihre lnhaltslosigkeit zu pumpen.
Werner Mitsch

Reisen bedeutet nicht unbedingt Ortsveränderung. Es ist das Vergnügen zu verschwinden. (…) Manchmal reichen dazu der Fernseher oder Rollenspiele oder virtuelle Reisen. In unserer Gesellschaft gibt es viele parallele Universen.
Jean-Didier Urbain

Reisen heißt entdecken, dass alle unrecht haben mit dem, was sie über andere Länder denken.
Aldous Leonard Huxley

Reisen sollte nur ein Mensch, der sich ständig überraschen lassen will.
Oskar Maria Graf

Reisen war früher ein Vergnügen; heute ist es ein Gewerbe.
Lin Yutang

Reisen bildet – vor allem Staus auf Autobahnen.
Michael Schiff

Nur törichte Menschen suchen im Urlaub das große Erlebnis; ein geglückter Urlaub besteht aus lauter netten Kleinigkeiten!
(J. Ward)

Die Deutschen fahren ins Ausland, um auch mal andere Vorurteile kennen zu lernen.
Richard W. B. Cormack

Das wichtigste im Reisegepäck ist der Notizblock für den Beschwerdebrief.“
Nadine Gordiner (südafrikanische Schriftstellerin, 1923 – )

Eine gute Reisegepäckversicherung schützt nicht vor Flugzeugabstürzen.
Jerry Seinfeld (amerikanischer Comedian)

Ein Gast zu ungelegener Zeit ist schlimmer als ein Tatarenüberfall.
Nikolai Gawrilowitsch Tschernyschewski,  (Was tun?)

Ich verzichte auf Alkohol. [..] Ich merke auf einmal, wie sehr ein Glas Wein am Abend zur Gewohnheit werden kann. Aber ich will das Fasten auch nicht zum Gesetz machen. Die alten Mönche hatten da wunderbare Ausnahmen, etwa den Sonntag und Zeiten “auf Reisen.
Margot Käßmann (deutsche Theologin)

Die schönste Reise ist die eines Kindes in das Land der Fantasie.
Ronald Schmid

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